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Unsere Reisegäste - über runa, Reisen und Rollstuhl-Urlaub

Hier finden Sie einige Auszüge aus Reiseberichten und Rückmeldungen unserer Reisegäste. Erfahren Sie von Urlaubserlebnissen mit dem Rollstuhl aus erster Hand.

Sie möchten auch Ihre Erfahrungen mit interessierten Reisegästen teilen? Dann verfassen Sie doch einfach Ihren Reisebericht online direkt bei unserer Hoteldarstellung. Hier können Sie sich als runa Reisegast anmelden. Wir freuen uns auf Ihren Erfahrungsbericht, Ihre Urlaubsfotos,...

Sie möchten mehr erfahren? Gerne stellen wir für Sie auch den direkten Kontakt zu unseren Reisegästen her, bzw. leiten Ihre Fragen weiter!

Gesamt: 53

Casa Vakanze I Girasoli*** / Toskana

im Fitnessraum waren nahezu keine Geräte vorhanden. Die Lage ist schön ruhig. Aber zum nächsten Ort (z.B. für ein Restaurant oder Besichtigung,...) braucht man unbedingt ein Auto. Die Schranke am Eingang wirkt sich eher störend aus.

Sa Coma Playa Hotel & Spa**** / Sa Coma (Mallorca)

Sehr geehrtes runa Reiseteam,

sicher haben Sie schon auf unsere Rückmeldung gewartet. Als erstes vielen Dank für Ihre fabelhafte Organisation. Wir hatten bis auf ein paar Kleinigkeiten einen wundervollen Urlaub.

Die Kleinigkeiten werde ich Ihnen gerne erläutern. Die Dusche war mit dem Duschrollstuhl wegen einer Schwelle der Duschtasse nicht optimal befahrbar. Da mein Sohn eine komplette Lähmung hat, konnte er sich nicht in der Dusche umsetzen, von daher hat sich das Duschen als etwas schwierig dargestellt. Wir haben es aber hinbekommen. Was die Flugzeiten anbelangt die waren nicht sehr optimal. Die Mittagzeit fände ich persönlich besser.

Aber wie gesagt es sind nur Kleinigkeiten, alles andere war sehr, sehr schön.

Wir freuen uns auf die nächste Buchung für unseren Urlaub!!!!!!!!!!!

Mit freundlichen Grüßen
Frank und Hannelore O.

Dolphin Suites***+ / Curacao

Dies war unser erster Urlaub im Rollstuhl in der Karibik. Wir waren vom ersten Moment an begeistert. Es begann mit der freundlichen Abholung und dem Transfer in die Dolphin Suites durch Joseph Cares. In den Dolphin Suites war alles rollstuhlmässig perfekt und das Personal war von den Zimmermädchen über die Rezeption bis zum Management ausgesprochen nett und hilfsbereit. Eine Nettigkeit und Hilfsbereitschaft die von Herzen kam und nicht aufgesetzt war.
Wir waren im Januar da, es war immer warm incl. der Wassertemperatur im Meer. Es war überwältigend für meine Frau, dass sie als Tetraplegikerin (ab dem 5./6. Halswirbel gelähmt), die Möglichkeit hatte im Meer zu baden! Es regnete auch relativ häufig, aber immer nur kurzzeitig und störte den Tagesablauf in keiner Weise.
Nicht sehr schön war der kleine Pool in der Hotelanlage, eine "Pfütze" die mit 3 Leuten drin schon überfüllt war und an der Qualität des Toilettenpapiers in der Hotelanlage müsste auch gearbeitet werden. (Vielleicht traute sich dies noch keiner auszusprechen!)

Rundum war es ein sehr schöner Urlaub der mit der netten und kompetenten Planung durch runa-reisen begann und der mit Sicherheit nicht unser erster und letzter Urlaub dort war.

Weiter so runas!

Bungalows Nautilus*** / Matagorda (Lanzarote)

Aufenthalt: 25.12.11 - 01.01.12
Rollifahrer + Begleitung

Wir waren bereits 3 Mal im Mar y Sol auf Teneriffa. Nun wollten wir für einen Kurzurlaub zwischen Weihnachten und Neujahr einmal ein anderes Hotel ausprobieren und haben Bungalows Nautilus gewählt, und wir waren begeistert.

Die Anlage ist sehr schön gestaltet, die öffentlichen Bereiche sind alle über Rampen zugänglich. Eine der Rampen hat allerdings "spanische 6 Grad", war aber je nach Kondition gerade selbst zu schaffen und mit Hilfe eines "Schubsers" kein Problem. Überall in der Anlage sind Kunst-Objekte (Skulpturen, Mosaike, Gemälde) verteilt, so dass man immer etwas zum Schauen hat.

Von den Bungalows sind viele rolligerecht gestaltet. Mit Aktiv-Rolli war es kein Problem, für einen E-Rolli mag es vielleicht etwas engwerden. Wir haben später aber auch geräumigere Bungalows gesehen, das sollte man dann im Voraus abklären. runa reisen hatte ein Pflegebett und einen Duschrolli organisiert.

Standardmäßig sind die barrierefreien Bungalows mit Duschstuhl ohne Räder ausgestattet. Die Bungalows haben alle eine kleine Terrasse, die mit Tisch, Stühlen und Sonnenliegen ausgestattet ist. Der Pool ist mit Hydraulik-Lifter ausgestattet und laut Hotel auf 22 Grad beheizt, was im Winter schon recht frisch ist. Wir haben den Lifter trotzdem ausprobiert, und auch das hat zu zweit geklappt.

Zur Strandpromenade sind es vielleicht 200 m, leicht abschüssig über einen asphaltierten Fußweg zu erreichen. Der Rückweg geht dann natürlich leicht bergauf, ist mit Hilfe eines "Schubsers" aber kein Problem. Die Promenade ist sowieso ohne größere Steigungen leicht befahrbar. Einige "abgesenkte" Bordsteine sind immer noch ziemlich hoch, aber damit kann ein erfahrener Rollifahrer umgehen. Nach ein paar hundert Metern erreicht man ein Shopping Center mit einem Spar-Markt, diversen Geschäften, Restaurants und Pubs. Auch hier sind alle Bereiche prinzipiell über Rampen erreichbar, wobei diese teilweise ganz schön steil sind.

Was man erwähnen sollte: Durch die Nähe zum Flughafen hört man die startenden und landenden Flugzeuge, was manche Gäste stören mag. Für uns war der Fluglärm weniger störend als zu Hause, obwohl lauter, dafür aber nicht so oft. Vielleicht ist man im Urlaub einfach entspannter...

Die Nähe zum Flughafen hat aber auch Vorteile: Zum einen die sehr kurze Transferzeit, zum anderen gibt es einen sehr schönen asphaltierten Fuß- und Radweg am Flughafen entlang (auf deren anderen Seite ist Naturstrand), und es durchaus interessant, die Flugzeuge bei Start und Landung zu beobachten.

Die Anlage ist gut geeignet für Selbstverpfleger. Wir hatten zwar Frühstück mitgebucht, was OK war, aber die Auswahl war recht begrenzt. Ansonsten gibt es im Hotel selbst kein Restaurant. Die Apartments sind mit einer kleinen Küche ausgestattet, so dass man gut selbst Frühstück machen oder auch kochen kann (in einigen Apartments ist diese Küche sogar unterfahrbar). Wir sind abends essen gegangen. Im erwähnten Shopping Center gibt es eine gute Auswahl an Restaurants, besonders empfehlen können wir das japanische Restaurant Sapporo (Teppanyaki-Grill), sehr gut sind auch die Trattoria Timbayba und das chinesische Restaurant Fugui.

Nachtleben haben wir nicht wirklich viel vorgefunden, es gibt ein paar englische und irische Pubs, die hauptsächlich Sport von der (britischen) Insel zeigen. Für mehr Nachtleben muss man wohl etwas weiter nach Puerto del Carmen reinfahren, was aber mit dem Taxi auch nicht teuer ist. Die Gäste in der Umgebung sind - wie auch im Nautilus - hauptsächlich Familien mit Kindern, Senioren, einige Rollifahrer, und man sieht an der Strandpromenade natürlich viele Läufer und Radfahrer (Lanzarote ist das Triathlon-Mekka von Europa).

Die Umgebung ist ideal für lange Spaziergänge bzw. -fahrten an der Strandpromenade, und im Gegensatz zu Teneriffa, wo man für fast alle Aktivitäten außerhalb des Hotels etwas elektrisches (E-Rolli, Scooter, etc.) benötigt, kommt man wunderbar mit seinem Aktivrolli zurecht, und auch kilometerlange Handbike-Touren wären möglich. Leider gibt es noch keinen rolligerechten Strandbereich, aber vielleicht passiert hier in den nächsten Jahren noch etwas.

Fazit: Für uns war es ein sehr schöner Urlaub, empfehlenswert für alle, die es im Urlaub gerne etwas ruhiger mögen (mit Ausnahme der Flugzeuge) und Spaß an langen Spaziergängen oder Radtouren haben. Wir werden gerne wiederkommen.

Ehepaar Bettina und Steffen L.

Nilkreuzfahrt - Amuns Ägypten (13 Tage / 12 Nächte)

Ägypten-Rundreise im September 2011

Liebes runa reisen Team,

ganz herzlichen Dank für die perfekte Organisation unserer Ägyptenreise. Das war wirklich eine der allerschönsten Reisen, die wir bisher gemacht haben.

Lediglich in Kairo würden wir beim nächsten Mal gerne ein anderes Hotel aussuchen. Das Schiff und das Mövenpick Hotel waren aber nicht zu toppen - einfach traumhaft!

Und die Reiseleiter waren auch ausgesprochen nett, sprachen sehr gut deutsch und haben alle Sehenswürdigkeiten wirklich ausführlich und spannend erklärt.

Besonders die Unterstützung für mich als Rollstuhlfahrerin war unglaublich gut!

Dr. Béatrice und Jochen R.

Nilkreuzfahrt - Hatschepsuts Ägypten (9 Tage / 8 Nächte)

Ägypten-Rundreise im September 2011

Liebes runa reisen Team,

ganz herzlichen Dank für die perfekte Organisation unserer Ägyptenreise. Das war wirklich eine der allerschönsten Reisen, die wir bisher gemacht haben.

Lediglich in Kairo würden wir beim nächsten Mal gerne ein anderes Hotel aussuchen. Das Schiff und das Mövenpick Hotel waren aber nicht zu toppen - einfach traumhaft!

Und die Reiseleiter waren auch ausgesprochen nett, sprachen sehr gut deutsch und haben alle Sehenswürdigkeiten wirklich ausführlich und spannend erklärt.

Besonders die Unterstützung für mich als Rollstuhlfahrerin war unglaublich gut!

Dr. Béatrice und Jochen R.

Moin Moin, wir sind gerade aus dem Urlaub in Horumersiel (24.09.-01.10.2011) gekommen und mussten wieder feststellen, dass zu 110% Verlass auf die Angaben in ihrem Reisekatalog ist.

Die Urlaubswoche war entspannend, erholsam und kraftspendend für die kommende strapaziöse Winterzeit als Rollstuhlfahrer. Die Unterkunft, das Hotel Leuchtfeuer, war den Bedürfnissen angepasst, Horumersiel weit fortgeschritten, was die Befahrbarkeit zum Strand betrifft, vor allem die Therme, das Hallenbad, überraschte uns. Ein Schwimmbad mit allem Komfort für Rollstuhlfahrer hatten wir bisher noch nicht erlebt.

Fazit: sehr empfehlenswert für einen unkomplizierten, stressfreien Urlaub.

Wir danken dem runa reisen Team .

Herzliche Grüße von Ingrid S. & Peter R.

Confortel Puerta de Triana*** / Sevilla

… nachdem wir aus Spanien zurückgekehrt sind, möchten wir uns für die Organisation der Reise bei Ihnen bedanken. Heute möchte ich die Gelegenheit nutzen, um Ihnen unsere positiven Erlebnisse unserer Reise zu schildern. Die Abreise in Dresden verlief problemlos. Hilfe des Flughafenpersonals war professionell. Der Flug über Mallorca nach Sevilla verlief ohne Probleme. Auch der Transfer vom Flugplatz ins Hotel war perfekt.

Der Taxifahrer wartete schon mit einem für Rollstuhltransporte geeigneten Fahrzeug in der Abfertigungshalle. Der Fahrpreis bewegte sich in der von Ihnen genannten Höhe. Das Hotel, welches von Ihnen als Quartier gebucht wurde, ist prinzipiell in allen Ebenen rollstuhlgerecht ausgestattet. Das gebuchte Doppelzimmer war bis auf die Nasszelle in der Raumgröße ausreichend. Auch die Höhe des Bettes war an die Rollstuhlhöhe angepasst… das Hotel war mit seiner zentralen Lage in der Nähe fast aller Sehenswürdigkeiten von Sevilla, der allgemeinen Ausstattung sowie des Frühstücksbüffet ohne Beanstandungen.

Nun noch ein paar Worte zum Anlass unserer Reise. Die Bereitstellung des Leihwagens klappe aus organisatorischen Gründen bei der Autovermietung nicht im Hotel… Wir fuhren mit einer Taxe zur Autovermietung, die Kosten dafür wurden uns von dieser erstattet. Das Fahrzeug entsprach unseren Erfordernissen. Am 1. Mai fuhren wir dann zur Hochzeit nach Maron de la Fontera. Die Hochzeit selbst verlief typisch spanisch. Man muss es mal erlebt haben,…

Die Rückreise zum Hotel verlief dann etwas problematisch. Wir hatten zur Orientierung unser Navigationsgerät mitgenommen. Da aber an diesen Tag größere Festlichkeiten in Sevilla stattfanden, sind abends viele Straßen zu Einbahnstraßen umdeklariert. Damit war dann unser NAVI leicht überfordert, … Aber auch das ist uns dann gelungen… Insgesamt bedanken wir uns nochmals für Ihre Aktivitäten bei der Organisation unserer individuellen Reise.

Familie H.

Eria Resort**** / Kreta

Ein wunderschöner Urlaub ging viel zu schnell zu Ende: Hier fanden wir alles, was zu einem rolligerechten Urlaub gehört: ein grosses geräumiges Zimmer mit Haltegriffen wo sie benötigt werden und alles seher sauber und gepflegt. Ein Pool mit Rampe und eine wunderschöne Terasse, mit Blick in die weißen Berge, wo wir die Mahlzeiten morgens und abends genossen. Vor allem das sehr leckere Abendbuffet war jedesmal ein Highlight des Tages!

Das herzliche Hotelteam war sehr hilfsbereit und aufmerksam. Für Rollifahrer und Kretafans ideale Verhältnisse. Mit einem Mietwagen haben wir interessante Touren über die Insel unternommen. Gut entspannt kamen wir aus diesem Urlaub zurück und danken dem runa-Team für den glatten Reiseablauf und werden sicher nochmal dorthin für einen Urlaub zurückkehren.

Herzliche Grüsse senden
K. Eilken und S. Fahrenholz

Iberostar Solaria****+ / Hammamet-Yasmine

Meine Mutter, die überwiegend im Rollstuhl sitzt, und ich haben beschlossen ein bisschen Sonne, Meer und andere Luft tanken, den Sommer zu verlängern, nachdem der Winter uns so lange im Griff hatte. Im Internet habe ich nach Reiseveranstaltern gesucht, die sich auf Reisen für Behinderte und Nichtbehinderten spezialisiert haben und bin dabei auf runa reisen gestoßen. Ich habe mir den Reisekatalog schicken lassen und bin so auf Hammamet in Tunesien gestoßen.Durch intensiven und kompetenten Kontakt, (vielen Dank Frau Karadeniz!) mit runa reisen, sei es per E-Mail oder auch telefonisch, haben wir vom 12.5. bis 26.5.09 das 5 Sterne Hotel Iberostar Solaria gebucht.

Leider fing die Reise am 12.5. nicht wie geplant um 9.55 Uhr ab Flughafen Köln/Bonn an, sondern schon um 4.10 Uhr. (Die Fluggesellschaft hat die Abflugzeit 3 Wochen zuvor vorverlegt, grrrr….) Das ist der Nachteil, wenn man in Köln abfliegt, dort gibt es kein Nachtflugverbot, wie z.B. in Frankfurt, wo ich wohne. Da meine Mutter aber näher zu Köln lebt……Der Flug verlief gut, die Crew war freundlich und hilfsbereit. In Monastir/Tunesien um 5.30 Uhr gelandet, wurden wir von den Hilfskräften des Flughafens aus dem Flugzeug "geladen" und direkt an die Kofferausgabe gebracht. Dort besorgte der nette Mann vom Flughafen einen Kofferwagen, wartete bis unser Gepäck kam und brachte uns bevorzugt durch die Passkontrolle. "Draußen" wurden wir schon erwartet. Eine Dame schwenkte ein Schild mit unseren Namen und nahm uns in Empfang. Sie stellte sich als Tina Brecht von runas Agentur vor Ort vor. Diese schweizer Agentur wird sich in den nächsten 2 Wochen um uns kümmern.

Tina als Touristik-Verantwortliche, sowie eine Physiotherapeutin aus Deutschland und Johanna, als Krankenschwester, sie kommt aus der Schweiz. Eine Kleinigkeit gleich zu Beginn unserer Bekanntschaft, machte bereits einen sehr guten Eindruck. Tina sagte uns, dass der Transfer ca. 1,5 Std. dauern würde und ob wir wohl erst noch mal das stille Örtchen "besuchen" wollen. Das Angebot haben wir natürlich gerne in Anspruch genommen. Während der Fahrt, es war ein Transfer nur für uns, wurden wir schon über viele Dinge informiert. Durch den "recht" frühen Abflug von Deutschland waren wir bereits um 7.30 Uhr im Hotel. Dort wurden wir ebenfalls nett empfangen, denn unsere Zimmer waren tatsächlich sofort bezugsbereit.

Darauf hatte ich vor Reiseantritt auf Grund der ungnädigen Abflugszeit und des gesundheitlichen Zustandes meiner Mutter großen Wert gelegt. Auch die Verbindungstür zwischen unseren Zimmern wurde sofort geöffnet. Außerdem konnten wir auch gleich im Hotel frühstücken. Gesagt, getan, vor dem Auspacken sind wir zwei "müden Krieger" erst einmal frühstücken gegangen. Das hat gut getan!!! Meine Mutter hat ihren Kaffee und ich meinen Tee sehr genossen!

Zurück vom Frühstück, das leidige Kofferauspacken. (Gerade erst alles schön gefaltet und eingepackt und nun schon wieder auspacken!) Meine Mutter probierte gleich die Schwelle zwischen Zimmer und Balkon aus. Diese entpuppte sich als zu hoch. Tina, die in der Zwischenzeit wieder zur Unterstützung kam, bestellte gleich beim Hausmeister die Rampe aus einem anderen rollstuhlgängigen Zimmer. Der Hausmeister kam tatsächlich innerhalb 30 Minuten und befestigte die kleine Holzschräge. Da sie aber nach einigen Versuchen seitens meiner Mutter immer noch zu steil war, kam der Hausmeister nach kurzer Zeit mit einem weiteren Brett und einem Elektrohobel wieder. Er hobelte auf dem Balkon das Brett so zurecht, dass meine Mutter nun keine Probleme mehr hatte, alleine auf den Balkon zu rollen und auch wieder zurück ins Zimmer zu gelangen. Auf dem Balkon sah es lustig aus, lauter Holzlöckchen bedeckten den Boden! Aber der Mann hatte eine Tüte, einen Handfeger etc. dabei und hat alles penibel sauber gemacht. Wir konnten es kaum glauben! Das war aber nicht alles, der arme Mann war richtig beschäftigt durch uns. Da die Badezimmertür so ungeschickt aufging, dass sie den Weg zur Toilette für meine Mutter sehr erschwerte, montierte der Mann die ganze Tür incl. Schanieren einfach aus!!!!

Obwohl das Zimmer ein Zimmer für Rollstuhlfahrer mit befahrbarer Dusche und Haltegriffen etc. war, das WC- Becken war leider ziemlich tief, so dass meine Mutter nur mit Mühe "Platz nehmen" konnte. Kein Problem für runa, sie orderten einen Toilettenaufsatz, der am nächsten Tag bereits da war und auch das Problem war so ruckzuck gelöst. Ein ähnliches Problem war das Bett, es war halt ein "normal" hohes Hotelbett. Auch das kein Problem für runa.

Sie bat um eine weitere Matratze und es dauerte tatsächlich nicht länger als 30 Minuten und meine Mutter lag die nächsten 13 Tage, wie die Prinzessin auf der Erbse, in angenehmer Höhe im Bett.

Einem angenehmen Urlaub stand nun eigentlich nichts mehr im Weg. Tatsächlich, um das schon mal vorab zu sagen, es wurde ein sehr schöner Urlaub, da wir so viel Hilfe, Unterstützung und Freundlichkeit erlebten. So verging der erste Tag ganz schnell, da wir natürlich auch gleich das Meer, den Pool und die Umgebung erkundeten. Einzig die "Geier", der zwei im Hotel befindlichen Boutiquen, die sich auf uns stürzten und uns versuchten zum Kauf von Ledertaschen etc. Schmuck und T- Shirts zu überreden, waren sehr unangenehm und lästig. Außerhalb des Hotels in den Geschäften ist das halt so, aber innerhalb empfanden wir es einfach unpassend. Aber auch das Problem konnte von Tina und Johanna, die seit Jahren im Lande leben und die Landessprache sprechen, gelöst werden. Wir hatten ab sofort unsere Ruhe. Da wir nicht so recht wussten, wie wir mit den vielen "Angeboten" der diversen Händler auf der Strasse und in der Medina, umgehen sollten, haben wir den ersten Ausflug in die nachgebaute Medina von Hammamet Yasemin, das ja ein reiner Hotel- und Touristenort ist, mit Tina gemacht. Ich habe viel gelernt und ab sofort gefeilscht wie der Teufel persönlich (Selbst Tina war erstaunt, wie hart ich um zwei Jacken für meine Mutter gekämpft habe! Statt 60 Dinar für eine Jacke, haben wir 40 Dinar für zwei bezahlt.).

Auch wenn es der Nachbau einer Medina ist, es ist sehr schön dort und hat viel Atmosphäre. Am vorletzten Tag unseres Urlaubs sind wir zufällig dort gewesen und haben hinreißende folkloristische Tänze gesehen. Ebenso einen Schlangenbeschwörer mit 3 Schlangen und einer Echse. Die ersten Tage haben wir viel am Pool verbracht. Akklimatisieren und die Sonne genießen war angesagt. Auch dort wurde auf das Handicap meiner Mutter Rücksicht genommen und sie bekam für ihre Liege 3 Auflagen, dass sie höher lag, bzw. sich nicht so tief setzen musste. Nachmittags haben wir Souvenirs besorgt, die Umgebung angeschaut etc. und meine Mutter hat entweder mit Johanna, Tina oder mir ihr Lauftraining absolviert.

Ab dem 6. Tag haben wir das Meer und den Strand erobert. Auch dort wurden wir durch Intervention von Tina und Johanna sehr unterstützt. Der dort für alles verantwortliche Mann, namens Mohammed, bugsierte meine Mutter jeden Tag im Rollstuhl durch den tiefen Sand zum Meer, dass sie sich wenigstens mit den Füßen im Meer tummeln konnte. Musste sie aus der Sonne raus, Mohammed war da und schob sie in den Schatten. Wenn wir zurück ins Hotel wollten, schnappte er sich zuerst den Rollstuhl und "befreite" in erst mal vom Sand, speziell am letzten Tag machte er den Rollstuhl pikobello sauber. Mohammed war wirklich unser Held, er half bei allem, sogar als ein Obstverkäufer uns mit einer, zugegeben köstlichen, kleinen Melonen, für umgerechnet 13,50 € über’n Tisch ziehen wollte. Plötzlich kostete die Melone nur noch 2,70 € incl. 2 Bananen! Natürlich haben wir seine Hilfe honoriert, was den Wert seiner Unterstützung aber nicht gemindert hat. Es war eine ganz natürliche Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft, die wir übrigens auch im Hotel erfahren haben.

Da meine Mutter so gerne mal wieder schwimmen wollte, sie es sich aber durch einen Schlaganfall nicht mehr traute, haben Johanna und Tina den Wasserliegestuhl mitgebracht. Dieser Liegestuhl hat dicke Räder mit dem man ins Wasser reinfährt, den darin Liegenden entweder "auskippt", er selber rausschwimmt, oder rausgehoben wird. Ich plädierte natürlich für "Rauskippen" ;-)). Nein, natürlich nicht, wir haben also meiner Mutter ins Wasser gefahren, dort hat Johanna sie in Empfang genommen, unter den Axeln gehalten und meine Mutter konnte sich endlich mal wieder im Wasser entspannen. (Sie war früher eine Wasserratte und vermisst das Schwimmen sehr!) Zurück ging’s genauso: Liegestuhl ins Wasser gefahren, Mutter reingelegt und wieder "an Land" gefahren.

Von Land und Leute haben wir viel von und mit Johanna und Tina erfahren. Wir machten mit Tina noch zwei weitere Ausflüge. Nach Hammamet-Stadt in die "echte" Medina und nach Nabeul zum wöchentlichen Markt. Nach Hammamet sind wir mit einem kleinen Zug auf Gummi- Rädern über die Straßen gerattert. Diese Züge verkehrten zwischen Hammamet-Yasemin und Hammamet-Stadt. Sie sind aber nur für Leute ohne Rückenprobleme geeignet, denn sie holpern und schlagen doch sehr.

Lustig ist es aber trotzdem. In Hammamet, außen an der Stadtmauer der Medina, liegt ganz idyllisch direkt am Meer ein großer islamischer Friedhof. Auch für die Christen ist "gesorgt", sie liegen auf einem kleinen Friedhof gegenüber. In der Medina sind wir durch diverse Gassen, die einigermaßen mit dem Rollstuhl befahrbar waren, geschlendert und haben das pralle Leben dort auf uns wirken lassen. Nach dem Gerüttel über das alte Pflaster und den Anstrengungen meine Mutter so sanft wie möglich zu schieben, haben wir uns einen Kaffee, bzw. Cola in einem sehr schönen, direkt am Meer gelegenen Café wirklich verdient. (Leider habe ich den Namen des Cafés vergessen, es wird aber in vielen Reiseführern beschrieben)

Einen Tag später ging’s dann nach Nabeul, eine der zwei Keramikhochburgen in Tunesien. Nabeul ist so ca. 30 Minuten von Hammamet-Yasemin entfernt und dort werden die wirklich wunderschönen Keramiken, denen man überall in den diversen Geschäften "begegnet", hergestellt. Von Wandfliesen bis Krüge und Becher, von Aschenbecher bis Teller in jeder Größe, ob Kitsch und Kunst, man findet alles. Meine Mutter und ich hätten am liebsten jede Menge Keramiken mitgenommen.

Aber erstens, wohin zuhause mit dem ganzen "Kram" und zweitens haperte es am Gewicht der Keramiken. So haben wir uns sehr beschränken müssen, meine Mutter brachte als Mitbringsel ein paar Schälchen und ich einige kleine Mosaiken mit. Trotzdem habe ich mir eine neue Tasche als Handgepäck kaufen müssen, den meine eigentliche Tasche hätte das Gewicht nicht tragen können. Freitags findet in Nabeul der Wochenmarkt statt, der ist aufgeteilt in den für die Touristen und den für die Einwohner. Tina hat uns gesagt, dass dort dann die Hölle los sei. Es sei genauso schön, aber wesentlich ruhiger, wenn man bereits Donnerstagnachmittag dorthin fährt. Besonders wegen des Rollstuhls. Gesagt, getan, wir eroberten Nabeul und die beiden Märkte, die auch an getrennten Orten stattfinden. Es war einfach umwerfend, speziell der Markt der Einheimischen, es duftete nach diversen Gewürzen, arabische Musik übertönte jedes Gespräch, die Händler überboten sich mit ihren gerufenen Angeboten. Auf riesigen Wühltischen wurden Kleider, Gürtel und sonstige Sachen in neu und gebraucht angeboten. Händler mit gebrannten Mandel, Sesam, türkischer Honig und andere klebrige Süßigkeiten versuchten zu verführen, Musikkassetten, Videos, BHs, Unterwäsche, Obst und Gemüse, Fleisch von frischgeschlachteten Lämmern, Hühner und Kaninchen und, und……. Es wurde geprüft, gehandelt, gekauft, kurz, das pralle Leben tobte. Ich habe mir von einem Wühltisch mit Gürteln einen schönen Gürtel für umgerechnet 0,75€ erhandelt. Es war wirklich ein Erlebnis, das wir so schnell nicht mehr vergessen werden!!

Tja, alles hat ein Ende, auch unser Urlaub. Leider, denn es hat uns wirklich sehr gut gefallen. Leider war unser Rückflug ähnlich früh, nämlich 5.30 Uhr ab Monastir. Es hieß also schon wieder sehr früh aufstehen, da wir um 02.35 Uhr am Hotel abgeholt wurden. Leider hatte der Flug 2,5 Stunden Verspätung und der Abflugbereich keine Toilette für Behinderte. Es wurde eine ziemlich demütigende Aktion für meine Mutter vor dem Flug noch mal auf Toilette gehen.

Die Putzfrau, andere Reisende und ich mussten zusammen hin und her rangieren, schieben etc. und blockierten für eine ganze Zeit das nun nicht mehr "stille" Örtchen.

Der Rückflug verlief, nachdem wir endlich gestartet waren, ohne Problem, mit netter und hilfsbereiter Crew und auch in Köln sind wir wieder von den bewährten ZIVIS aus dem Flieger abgeholt und mit Sack und Pack durch die Pass- und Zollkontrolle gebracht worden.

Eine kurze Zusammenfassung und Bewertung der wichtigsten Dinge möchte ich gerne noch anhängen. Das Hotel hat zwar 5 Sterne, diese sind aber nach tunesischem Standard zu werten. In Spanien hätte es 3,5 bis 4 Sterne. Das Essen war nicht schlecht, hatte aber nicht die Qualität und Vielfalt, die man bei 5 Sterne erwartet. Das Publikum würde man auch nicht in einem 5 Sterne- Hotel erwarten. Viele Gäste kamen zum Abendessen in der gleichen Strandkleidung, wie auch am Morgen zum Frühstück.

Die Männer vom Service waren höflich, freundlich und hilfsbereit, allerdings waren einige der Meinung, dass sie, wenn wir unsere Getränke bar zahlten, das Wechselgeld gleich als Trinkgeld einbehalten könnten. Sie waren etwas pikiert, als ich auf dem Wechselgeld bestand. Ich hätte ihnen ja ein Trinkgeld gegeben, aber so……

Die Zimmer waren sauber und die Zimmermädchen sehr bemüht uns alles recht zu machen. Wir haben uns besonders über die mit Blumen geschmückten "Handtuch- Skulpturen" gefreut. Der hoteleigene Strand wurde von "unserem" Mohammed in gutem Zustand gehalten. Es gab eine große Mülltonne, die von vielen Leuten "übersehen" wurde, aber der Müll wurde sofort von Mohammed entfernt, auch Zigarettenkippen etc. Das Meer war bis auf einmal sauber. Tina erzählte uns, dass keine Abwässer der Hotels ins Meer fließen. Es wurde wohl vor einigen Jahren unter französischer Leitung eine Kläranlage o.ä. gebaut. Die Rohre, die ins Meer ragen, saugen Meerwasser für die Thalasso-Zentren an. Allerdings wurde mir von kompetenter Seite gesagt, dass die "Piratenschiffe" (natürlich keine echten, sondern für ½ tägige Ausflüge bestimmte) ihre Abwässer ins Meer kippen, die dann bei ungünstiger Strömung angetrieben werden. (so sah das Meer leider über und unter Wasser auch aus) Die Betreuung vor Ort durch die bereits genannte Agentur von runa reisen war sehr gut. Freundlich, hilfsbereit und kompetent.

Alles in allem, wollen wir gerne wieder kommen!
A. Kleinlein-Flach
Gesamt: 53

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